Tipps für den Monat Oktober
🌿 Gemüse und Kräuter
• Wintergemüse ernten: Kürbis, Möhren, Rote Beete, Sellerie und Kohl nach Bedarf ernten und einlagern.
• Chicorèewurzeln ausgraben und zum Antreiben im Keller in feuchten Sand einschlagen.
• Gemüsebeet vorbereiten: Wintergemüse wie Feldsalat, Spinat oder Winterzwiebeln kann noch angebaut werden.
Leere Beete mit Kompost versorgen und gegebenenfalls mit einer Mulchschicht bedecken.
• Kräuter schützen: Schnittlauch, Petersilie und andere robuste Kräuter können noch draußen bleiben.
Empfindliche Kräuter besser ins Haus oder an einen geschützten Platz stellen.
• Beete vorbereiten: Abgeerntete Beete von kranken Pflanzen befreien und mit Kompost oder gut verrottetem Mist versorgen.
• Blühende Unkräuter im Gemüsebeet entfernen, bevor sie Samen bilden.
🌳 Obstgarten
• Obst ernten: Äpfel, Birnen und späte Zwetschgen ernten und kühl sowie dunkel lagern.
• Kartoffeln getrennt von Äpfeln lagern.
• Beerensträucher: Alte oder kranke Triebe bei Johannisbeeren und Stachelbeeren können ausgelichtet werden.
• Fallobst regelmäßig aufsammeln, damit sich Krankheiten und Schädlinge weniger ausbreiten.
• Erdbeerbeete ausputzen und Ausläufer entfernen.
• Obstbäume pflanzen: Der Herbst ist eine gute Pflanzzeit für Apfel-, Birnen-, Kirsch- und andere Obstbäume.
• Leimringe an Obstbäumen anbringen.
• Baumscheiben unkrautfrei halten.
🌸 Blumen und Stauden
• Empfindliche Pflanzen schützen: Kübelpflanzen wie Oleander, Zitrus oder manche Fuchsien rechtzeitig ins Winterquartier bringen.
Nicht winterharte Pflanzen sollten vor den ersten stärkeren Frösten geschützt werden.
• Stauden zurückschneiden: Verblühte und abgestorbene Pflanzenteile können entfernt werden.
Viele Stauden sollten allerdings über den Winter stehen bleiben – Samenstände und trockene Stängel bieten Vögeln und Insekten Nahrung und
Insekten einen Winterplatz.
• Frühjahrsblüher setzen: Jetzt ist eine gute Zeit für Tulpen, Narzissen, Krokusse, Hyazinthen und Schneeglöckchen.
Zwiebeln möglichst in gut durchlässige Erde setzen.
• Dahlien und Gladiolen: Nicht winterharte Knollen vor dem ersten stärkeren Frost ausgraben und frostfrei lagern.
• Rosen vorbereiten: Lange Triebe etwas einkürzen und Rosen erst bei anhaltender Frostgefahr am Fuß anhäufeln.
• Rosen und Gehölze können jetzt wurzelnackt gepflanzt werden
• Sträucher und Bäume pflanzen: Der Herbst ist eine sehr gute Pflanzzeit für viele Gehölze, solange der Boden noch frostfrei ist.
🍂 Rasen und Boden
• Letzter Rasenschnitt: Den Rasen noch einmal mähen, solange er wächst. Nicht zu kurz schneiden.
Eine letzte Düngung mit einem kaliumbetonten Herbstrasendünger kann den Rasen winterfester machen.
• Laub entfernen: Eine dicke Laubschicht vom Rasen nehmen, damit das Gras nicht darunter erstickt.
• Laub liegen lassen: Unter Bäumen und Sträuchern darf eine dünne Laubschicht bleiben – sie schützt den Boden und wird zu wertvollem
Humus.
• Boden schützen: Freie Beete mit Laub, Stroh oder anderem organischen Material versorgen und gegebenenfalls mit einer Mulchschicht
bedecken.
🦔🐝 Tiere im Garten
• Laubhaufen anlegen: Ein ruhiger Laubhaufen kann Igeln und vielen kleinen Tieren als Winterquartier dienen.
• Vögel unterstützen: Wenn natürliche Nahrung knapp wird, können Futterstellen eingerichtet werden.
Wichtig sind regelmäßige Reinigung und frisches Wasser.
• Insektenquartiere erhalten: Abgestorbene Pflanzenstängel und Totholz möglichst teilweise stehen lassen.
• Garten nicht komplett aufräumen: Ein etwas „wilder“ Garten ist im Herbst besonders wertvoll für die Tierwelt.
• Igel und Insekten unterstützen: Nicht jeden Winkel des Gartens aufräumen. Ein Laubhaufen oder etwas Totholz kann wertvollen Lebensraum
bieten.
Merksatz: Pflanzen für den Frühling, ernten für den Winter und den Garten nicht zu gründlich aufräumen.
Informative Führungen und Aktionen rund um das Thema Vielfalt und Naturkreisläufe bei der
Fa. Dehner in Rain am Lech
Entdecken Sie die heimische Tier- und Pflanzenwelt im 12.000 m² großen Naturlehrgarten der Firma Dehner in Rain am Lech.
In ihrem natürlichen Lebensraum wachsen hier Sträucher wie Weißdorn, Schlehe oder Liguster und Bäume wie Ulme, Eiche oder Pappel.
Tafeln entlang des Rundweges informieren über Besonderheiten und Ausgefallenes, erklären Blüten, Samen und Blätter der Bäume.
Naturgetreue Bronzenachbildungen von Fröschen, Füchsen, Vögeln, Wildschweinen und Rehen können in Ruhe betrachtet und natürlich auch gestreichelt werden. Ein integriertes Klangkonzept mit Tierstimmenimitationen sorgt für spannende Abwechslung.
Dehner Naturlehrgarten: https://www.dehner.de/blumenpark/der-blumenpark/naturlehrgarten/
Flyer Naturlehrgarten – Erwachsene: https://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/FL_Erwachsene_NLG.pdf
Anmeldeformular Naturlehrgarten – Gruppen & Vereine: https://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/Anmeldeformular_Gruppen_Vereine_NLG.pdf
Für Schulklassen, Kindergartengruppen, Gruppen und Vereine wird von Montag bis Freitag – und an Samstagen nach Absprache – Führungen durch die verschiedenen Lebensräume angeboten!
Flyer Naturlehrgarten-Kids: https://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/FL_Kids_NLG.pdf
Anmeldeformular Naturlehrgarten – Kids: https://www.dehner.de/unternehmen/app/uploads/sites/3/2026/02/Anmeldeformular_Kids_NLG.pdf
Warum Vielfalt im Garten so wichtig ist - die 10 besten Schritte für mehr Vielfalt im Garten
Hier der Link des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, München:
https:////daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/fd249b5c364014248c6329c7f77c9d86249097/Vielfaltsgartenfibel_final.pdf
Merkblätter und Garteninfos
Wir geben Ihnen hier eine kleine Auswahl von Merkblättern des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, München.
Auf Wunsch geben Ihnen die Ortsvereine, oder die Fachbereiche des Kreisverbandes, weitere Informationen.
Neu: Wir bauen ein Sandarium, siehe unten!
Pflanzenkunde und Pflanzenverwendung
Wildgehölze - Nutzen und Verwendung
Pflanzung von Streuobstbäumen -Merkblatt-
Pflanzenschutz / Krankheiten an Pflanzen
Natürliche Schädlingsbekämpfung im Gemüsegarten
Schädlinge an Obstgehölzen - Frostspanner und Apfelwickler
Schnecken im Garten
Pflanzenschutzmittel aus Naturstoffen
Krankheiten und Schädlinge an Kirsche
Krankheiten und Schädlinge an Rosen
Krankheiten und Schädlinge am Wein
Narrenkrankheit der Zwetschge und Gitterrost an Birne
Schorf- und Mehltaupilze am Apfelbaum
Wir legen ein Sandarium für Wildbienen an
Foto: Vera Hickethier
Kaum einer weiß, dass nur ein Viertel der Wildbienen überhaupt die klassischen Nisthilfen, welche in Insektenhotels bereitgestellt werden, nutzt. Dreiviertel aller Wildbienenarten sind Erdnister. Sie brauchen lockere, sandige und trockenen Böden, die im besten Fall etwas von Vegetation befreit sind. Von den 460 Wildbienenarten, nisten 340 Arten im Boden. Wildbienen machen nicht nur Pestizideinsatz und Futtermangel zu schaffen, sondern auch fehlende Nistplätze. Wie Ihr helfen könnt? Beispielsweise mit dem Anlegen eines so genannten Sandariums!
Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein Sandarium
• Als Standort eignet sich ein möglichst vollsonniger Platz im Garten.
• Das Sandbeet sollte mindestens ein Maß von 40 x 40 Zentimetern (Breite x Länge) haben. Gerne auch mehr.
• Heben Sie eine Mulde von mindestens 50 Zentimetern Tiefe aus, damit die Wildbienen später ausreichend Platz für ihre Niströhren haben.
• Das Wichtigste ist der Sand. Greifen Sie nicht auf Spielplatz-Sand zurück. Dieser feine, gewaschene Flusssand ist ungeeignet, Niströhren würden sofort einbrechen. Besorgen Sie sich am besten in einem Steinbruch, über den Bauhof oder ein Schüttgutunternehmen ungewaschenen, groben Sand mit unterschiedlicher Körnung von 0 - 8 mm.
• Machen Sie eine Förmchenprobe: Füllen Sie den feuchten Sand in einen Joghurtbecher und stellen ihn zum Trocken auf den Kopf. Hält die Form im trockenen Zustand gut zusammen? Dann passt die Sandstruktur.
• Füllen Sie den Sand in die Mulde und häufen Sie einen Hügel beziehungsweise eine Schräge auf. So kann Regenwasser leicht ablaufen und das Sandarium trocknet schnell wieder ab. Wenn Ihr Boden sehr lehmig ist, können Sie am Fuß der Mulde auch eine Drainage-Schicht aus Ziegelbruch oder grobem Kies einbringen. Klopfen Sie mit einer Schaufel den Hügel fest, um das Material noch ein wenig zu verdichten.
• Jetzt bringen Sie auf dem Sandbeet oder drumherum Totholz auf: Äste, Wurzeln, alte Weinreben, Brennholz. Warum? Die Wildbienen nagen das Totholz ab. Denn sie benötigen dieses Material, um ihre Brutröhren und -höhlen zu verschließen.
• Damit das Sandarium nicht als Katzenklo endet, sollten Sie nun locker Brombeer-Ranken oder Rosenschnitt drauf verteilen.
• Ist es nun damit getan? Ja, wenn Sie einen naturnahen Garten mit vielen nektar- und pollenspendenden Pflanzen haben, die von Früh- bis Spätjahr die Versorgung sichern. Wenn nicht, dann müssen Sie für Futterpflanzen sorgen.
• Geeignet sind dafür Bienen-Futterpflanzen, die Trockenheit und Hitze vertragen. Zum Beispiel mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Zitronenthymian, Oregano, Salbei, Lavendel, aber auch Glockenblumenarten, Feder-, Pfingst- oder Kartäusernelken, Johanniskraut oder die Moschusmalve. Wichtig: Kaufen Sie keine Pflanzen, die gefüllte Blüten bilden oder Blühpflanzen aus Hybrid-Züchtungen, denn sie entwickeln kaum Nektar oder Pollen!
• Ganz wichtig: Bepflanzen Sie Ihr Sandarium nur spärlich. Das Ziel ist ja, den Wildbienen freie Fläche fürs Nisten anzubieten. Sie können die Futterpflanzen auch am Fuße des Sandariums einsetzen.
Und nun viel Spaß beim Beobachten der Wildbienen!
Euer Zukunftsgärtner(n)-Team
Mit freundlicher Genehmigung von: NABU-Zukunftsgarten Borna, NABU-Landesverband Sachsen e.V.

