Tipps für den Monat Februar
Die wichtigsten Gartenarbeiten
• Unkraut, das bei milden Temperaturen aufkommt, gleich entfernen.
• Grüneinsaaten von den Beeten, die schon bald bestückt werden sollen, abräumen und später als Mulch nutzen.
• Mit der Aussaat von erstem Gemüse im Frühbeet oder unter Vlies starten:
z. B. Pflücksalat, Radieschen, Gelbe Rüben, Spinat, Dicke Bohnen, Zwiebeln
• Frühe Sorten von Salat, Kohlrabi, Kohl, Sellerie, Lauch im Warmen für das Frühbeet vorziehen.
• Paprika schon Mitte Februar vorziehen
• Bevor Ziergräser im Frühling neu austreiben, sollten sie zurückgeschnitten werden. So werden neue Triebe nicht verletzt.
Auch eine Teilung der Gräser ist dann möglich.
• Rispenhortensien sind sehr robust. Ein kräftiger Rückschnitt fördert das Wachstum und sorgt dafür, dass die Pflanze viele neue Rispen bildet.
• Beerensträucher und Kernobstbäume an warmen Tagen schneiden.
• Bäume, Hecken und Sträucher dürfen zum Schutz von Vögeln nur bis Ende Februar stark beschnitten werden.
Auch der starke Rückschnitt bis kurz über den Boden, das „Auf-den-Stock-Setzen", ist danach nicht mehr gestattet.
• Ab Monatsmitte können Dahlien im Warmen vorgezogen werden, dann gibt es im Juni schon erste Blüten.
Warum Vielfalt im Garten so wichtig ist - die 10 besten Schritte für mehr Vielfalt im Garten
Hier der Link des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, München:
https:////daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/fd249b5c364014248c6329c7f77c9d86249097/Vielfaltsgartenfibel_final.pdf
Merkblätter und Garteninfos
Wir geben Ihnen hier eine kleine Auswahl von Merkblättern des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, München.
Auf Wunsch geben Ihnen die Ortsvereine, oder die Fachbereiche des Kreisverbandes, weitere Informationen.
Neu: Wir bauen ein Sandarium, siehe unten!
Pflanzenkunde und Pflanzenverwendung
Phänologischer Gartenkalender
Wildgehölze - Nutzen und Verwendung
Pflanzung von Streuobstbäumen -Merkblatt-
Pflanzenschutz / Krankheiten an Pflanzen
Natürliche Schädlingsbekämpfung im Gemüsegarten
Schädlinge an Obstgehölzen - Frostspanner und Apfelwickler
Schnecken im Garten
Pflanzenschutzmittel aus Naturstoffen
Krankheiten und Schädlinge an Kirsche
Krankheiten und Schädlinge an Rosen
Krankheiten und Schädlinge am Wein
Narrenkrankheit der Zwetschge und Gitterrost an Birne
Schorf- und Mehltaupilze am Apfelbaum
Wir legen ein Sandarium für Wildbienen an
Foto: Vera Hickethier
Kaum einer weiß, dass nur ein Viertel der Wildbienen überhaupt die klassischen Nisthilfen, welche in Insektenhotels bereitgestellt werden, nutzt. Dreiviertel aller Wildbienenarten sind Erdnister. Sie brauchen lockere, sandige und trockenen Böden, die im besten Fall etwas von Vegetation befreit sind. Von den 460 Wildbienenarten, nisten 340 Arten im Boden. Wildbienen machen nicht nur Pestizideinsatz und Futtermangel zu schaffen, sondern auch fehlende Nistplätze. Wie Ihr helfen könnt? Beispielsweise mit dem Anlegen eines so genannten Sandariums!
Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein Sandarium
• Als Standort eignet sich ein möglichst vollsonniger Platz im Garten.
• Das Sandbeet sollte mindestens ein Maß von 40 X 40 Zentimetern (Breite X Länge) haben. Gerne auch mehr.
• Heben Sie eine Mulde von mindestens 50 Zentimetern Tiefe aus, damit die Wildbienen später ausreichend Platz für ihre Niströhren haben.
• Das Wichtigste ist der Sand. Greifen Sie nicht auf Spielplatz-Sand zurück. Dieser feine, gewaschene Flussand ist ungeeignet, Niströhren würden sofort einbrechen. Besorgen Sie sich am besten in einem Steinbruch, über den Bauhof oder ein Schüttgutunternehmen ungewaschenen, groben Sand mit unterschiedlicher Körnung von 0-8mm.
• Machen Sie eine Förmchenprobe: Füllen Sie den feuchten Sand in einen Joghurtbecher und stellen ihn zum Trocken auf den Kopf. Hält die Form im trockenen Zustand gut zusammen? Dann passt die Sandstruktur.
• Füllen Sie den Sand in die Mulde und häufen Sie einen Hügel beziehungsweise eine Schräge auf. So kann Regenwasser leicht ablaufen und das Sandarium trocknet schnell wieder ab. Wenn Ihr Boden sehr lehmig ist, können Sie am Fuß der Mulde auch eine Drainage-Schicht aus Ziegelbruch oder grobem Kies einbringen. Klopfen Sie mit einer Schaufel den Hügel fest, um das Material noch ein wenig zu verdichten.
• Jetzt bringen Sie auf dem Sandbeet oder drumherum Totholz auf: Äste, Wurzeln, alte Weinreben, Brennholz. Warum? Die Wildbienen nagen das Totholz ab. Denn sie benötigen dieses Material, um ihre Brutröhren und -höhlen zu verschließen.
• Damit das Sandarium nicht als Katzenklo endet, sollten Sie nun locker Brombeer-Ranken oder Rosenschnitt drauf verteilen.
• Ist es nun damit getan? Ja, wenn Sie einen naturnahen Garten mit vielen nektar- und pollenspendenden Pflanzen haben, die von Früh- bis Spätjahr die Versorgung sichern. Wenn nicht, dann müssen Sie für Futterpflanzen sorgen.
• Geeignet sind dafür Bienen-Futterpflanzen, die Trockenheit und Hitze vertragen. Zum Beispiel mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Zitronenthymian, Oregano, Salbei, Lavendel, aber auch Glockenblumenarten, Feder-, Pfingst- oder Kartäusernelken, Johanniskraut oder die Moschusmalve. Wichtig: Kaufen Sie keine Pflanzen, die gefüllte Blüten bilden oder Blühpflanzen aus Hybrid-Züchtungen, denn sie entwickeln kaum Nektar oder Pollen!
• Ganz wichtig: Bepflanzen Sie Ihr Sandarium nur spärlich. Das Ziel ist ja, den Wildbienen freie Fläche fürs Nisten anzubieten. Sie können die Futterpflanzen auch am Fuße des Sandariums einsetzen
Und nun viel Spaß beim Beobachten der Wildbienen!
Euer Zukunftsgärtner(n)-Team
Mit freundlicher Genehmigung von: NABU-Zukunftsgarten Borna, NABU-Landesverband Sachsen e.V.

